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Arbeitspausen: Ruhezeiten fördern Produktivität und reduzieren Stress – Pausen wie Termine fest einplanen – Aktive Pausengestaltung bei sitzenden Tätigkeiten

Profile Photo By: Carsten Hennig
November 7, 2017

Arbeitspausen: Ruhezeiten fördern Produktivität und reduzieren Stress – Pausen wie Termine fest einplanen – Aktive Pausengestaltung bei sitzenden Tätigkeiten

Köln, 07. November 2017 –
Laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin lässt jeder vierte Arbeitnehmer seine Pause ausfallen. Zu hoher Leistungs- und Termindruck sind häufig die Gründe, Müdigkeit und Erschöpfung die Folge. Dabei ist das Einhalten der Arbeitspausen und Ruhezeiten nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern gleichermaßen sinnvoll für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Schon wenige Minuten Pause steigern nachweislich die Produktivität und reduzieren Stress. “Um Fehlern bei der Arbeit und gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, sollten die vorgeschriebenen Pausenzeiten unbedingt eingehalten werden”, erklärt Dominique Bialasinski, Fachgebietsleiterin für betriebliche Gesundheitsförderung bei TÜV Rheinland. Laut Arbeitszeitgesetz sind das mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden, bei mehr als neun Stunden sind 45 Minuten Pause Pflicht.

Aktive oder passive Pausengestaltung je nach Tätigkeit
“Setzt die Müdigkeit ein, ist es bereits zu spät und die Konzentration hat nachgelassen”, so Dominique Bialasinski. Um dem zuvorzukommen und Fehler bei der Arbeit zu vermeiden, ist es sinnvoll, auch die Pausenzeit wie Termine fest im Arbeitsablauf einzuplanen. “Am effektivsten ist es, vormittags eine kürzere Pause von zehn Minuten und nachmittags eine längere Pause zu machen”, rät Dominique Bialasinski. Ob eine aktive oder passive Pausengestaltung sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Tätigkeit ab. Bei überwiegend sitzender Tätigkeit bringen ein Spaziergang oder Mobilisationsübungen den Kreislauf in Schwung. Bei körperlich anstrengender Arbeit liefert ein kurzer Powernap neue Energie. “Der Powernap sollte nicht länger als 20 Minuten dauern, um eine Tiefschlafphase zu vermeiden. Diese hätte den gegenteiligen Effekt”, empfiehlt die Expertin. Um den Kopf frei zu bekommen, eignen sich aktive Kurzablenkungen wie beispielsweise Dehnübungen ebenso gut wie ein Plausch mit fachfremden Kollegen.

Besondere Regeln bei der Nachtarbeit
Bei Nachtarbeit gibt es Besonderheiten zu beachten, da ein anderer Rhythmus vorliegt und gegen die innere Uhr gearbeitet und geschlafen wird. So ist hier, umgekehrt zur Arbeit am Tag, eine längere Pause vor dem Leistungstief zwischen 0 und 1 Uhr sinnvoll und eine kürzere Pause zwischen 4 und 5 Uhr. Neben ruhigen Pausenräumen sollten Arbeitgeber unbedingt für eine respektvolle Pausenkultur sorgen.

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